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klimakroete.de seit 1996 präsentiert von Günter Voßwinkel
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02.04.2026
+0° / +12°
Bo -3°Pollen: Hasel; Pappel; Erle; Weide; Ulme; Birke
03.04.2026
-0° / +12°
Bo -4°Pollen: Hasel; Pappel; Erle; Weide; Ulme; Birke |
Und hier nun der Wetterrückblick für März 2026 in Ahlen/Westf... Beobachtungen, besondere Ereignisse und steuernde Großwetterlagen bieten Hintergrundwissen:
gue Der letzte astronomische Wintermonat entwickelte zunächst bis zur ersten Dekade einen sehr milden, in der Spitze sogar warmen Verlauf bei den Temperaturen.
Recht groß war an diesen Tagen die Temperaturspanne zwischen Tag und Nacht. Mit dem höchsten Wert von 20,3 Grad Celsius am 6. März starteten wir an diesem Morgen aus einer
Tiefsttemperatur in zwei Meter Höhe von 1,4 Grad C. In Bodennähe ging es sogar bis -0,5 Grad C im Kleingarten in den Bodenfrostbereich abwärts. Für das vielfach gleichzeitig
sonnige respektive in den Nächten klare Wetter waren Hochdruckzonen über Mittel- und dem östlichen Mitteleuropa ursächlich. Ab dem 6. waren die Hochs "Jannis" und "Konrad" über
dem nahen osteuropäischen Raum zu finden. Gleichzeitig wurden Tiefs über Nordwesteuropa und Spanien mit ihren Frontalzonen weit genug von Deutschland ferngehalten. Antizyklonale
Unterstützung herrschte in zeitweise dem Buchstaben Omega ähnlicher Struktur über Mitteleuropa in 500 hPa.
Mit Beginn der zweiten Dekade wurde die subtropische Süd- bis Südostströmung und der Hochdruck Stück für Stück von vorstoßenden kräftigen atlantischen Tiefdruckgebieten zugeschüttet.
In der Nacht zum 11. kamen mit Tief "Fritaun" und deren Warmfront von Südwesten Regenfälle auf. Bei auf 12 Grad C fallenden Höchsttemperaturen folgten zunächst mildere Nächte
unter der Wolkendecke. Am 13. nistete sich östlich von Island das Sturmtief "Gina" ein das an dessen Westflanke von polarer, maritimer Kaltluft und einem kräftigen Höhentrog
begleitet war. Zunächst gingen in Ahlen ergiebige Regenfälle nieder. Die das Münsterland überquerende Warmfrontwelle bildete über uns ein Randtief aus hatte in der Summe
zu 19 l/m² Regen führte. Der über Frankreich am 14. angelangte kalte Höhentrog tropfte anschließend über dem westlichen Mittelmeer ab und zog weiter in Richtung Tunesien
und das nördliche Libyen. Das über uns hinwegziehende Trogresiduum löste noch Regenschauer aus und drückte am 14. die Höchsttemperatur auf nur noch 4,5 Grad C. Der
nachfolgende Bodenkeil eines atlantischen Hochs installierte mit Verbindung zum Osteuropahoch eine schmale Brücke über unserem Sektor. Folge waren kühle einstellige
Tiefsttemperaturen mit Nebel und Hochnebel. Schon am 16. folgten mit dem nächsten Tief bei Island und dessen okkludierten Störung weitere Regenfälle. Die Temperaturen
erreichten 12 bis 13 Grad C.
Der 17. ging dann mit einer neuerlichen Umstellung der Großwetterlage einher, die uns bis zum 24. trockenes und wieder frühlingshaft mildes Wetter bereitstellte. Höchstwerte
zwischen 13 und 18 Grad C forcierten den phänologischen Vorsprung in der Tier- und Pflanzenwelt. Beispielweise waren am 18. die Blütenstände des Lila Flieder und der
Stachelbeere im Kleingarten sichtbar. Am 24. zeigte die Mirabelle ihre Vollblüte. Mit dem trockenen Wetter gingen die Temperaturen bis vor Sonnenaufgang auf 3 bis 0 Grad C
zurück. In Bodennähe stand wieder Nachtfrost auf dem Programm. Stellenweise ging es im Außenbezirk auf -2 bis nahe -5 Grad C runter. Die Wetterkarte zweigte in diesem
Zeitraum eine Symbiose aus dem Russlandhoch "Lukas" über dem Baltikum und dem atlantischen Hoch "Max" bei Schottland, woraus sich im Verlauf eine Hochdruckbrücke ausbildete.
In der Höhe formte sich eine ähnlich positionierte Potentialverteilung.
Mit einem neuen Vorstoß kalter Luftmassen aus dem Raum Grönland kam es ab dem 25. zu einem rasanten Austausch der Luftmassen und nachfolgend spürbarer Abkühlung. Mit neuen
Regenfällen legte sich rasch ein höhenkalter Trog mit T500-Temperaturen bis -35 Grad C über Deutschland. Dabei kam es am 26. zum Cut-Off über Italien. Dem nachfolgend
abziehenden Residuum folgte von Frankreich rasch ein Höhenkeil mit dem Zwischenhochkeil "Otto". Innerhalb der nördlichen bis nordwestlichen Strömung sorgte die polare
Meeresluft für Niederschläge, die ab zirka 600 Meter Höhe in Schnee übergehen konnten. In Ahlen kam die Temperatur bei knapp 8 Grad zum Stehen. Vom 27. zum 28. lenkte
das nächste Sturmtief bei Island mit seiner okkludierten Front neuerlichen ergiebigen Regen über unsere Stadt: 9,3 l/m² gab es diesmal. Unter den dichten Wolken blieb
die Temperatur bei kühlen 7,5 Grad C hängen. Bis zum Ende des Monats gestaltete der nächste Tiefdruckwirbel mit einer ähnlichen Flugbahn mit Regenfällen und kühlen
Luftmassen das Wetter. Die über den Niederlanden und Nordfrankreich okkludierende Front hinterließ am 30. weitere 14,3 l/m² Regen. Der über Deutschland liegende
höhenkalte Trog sorgte danach für Regen- und Hagelschauer und kühlen Tageshöchstwerten von rund 10 Grad C. Die niedrigen einstelligen Tiefstwerte brachten zudem leichten Bodenfrost.
Mit einer Monatsmitteltemperatur von 7,8 Grad C in zwei Meter Höhe legte der März einen zu milden Verlauf um 2,6 Grad Kelvin über der Referenzreihe 1961-90 hin. Ein Plus von
1,2 Grad K blieb zur milderen Ahlener-Klimareihe 1995-2025. Die langjährige mittlere Höchsttemperatur von 14,5 Grad C lag zur jüngeren Klimareihe um 3,8 Grad K über dem
Durchschnitt. Dagegen zeigte die mittlere Minimumtemperatur ein Minus von 0,7 Grad K.
Die Summe aller Niederschläge von 60,9 Liter pro Quadratmeter schloss erfreulicherweise mit 122 Prozent vom Durchschnitt der jüngeren Klimareihe mit einem ordentlichen
Überschuss ab. Beim mittleren Luftdruck erreichte der Wert über Meereshöhe 1017,6 Hekto-Pascal und einen gering höheren Wert von 0,8 hPa zum langjährigen Mittelwert.
Phänologie
Mit dem Start der Vollblüte bei der Forsythie im Kleingarten am 9. März ging diese im ähnlich milden Vorjahr 2025 um 10 Tage früher in Vollblüte. Die Blüte der Kirschpflaume
ging sogar um 12 Tage früher in Vollblüte als das des gleichen Baumes im Jahr 2025 der Fall war. Im Vergleich zum deutlich kälteren März 2018 mit einer negativen der Abweichung
der Monatsmitteltemperatur von 1,4 Grad K ging die Forsythie im Kleingarten erst Ende März und am 1. April in Vollblüte. Mit diesem Vorsprung in diesem Jahr gingen die
ersten Hängebirken ab dem 19. in Blüte und standen verbreitet um dem 25. in Vollblüte. Für viele Allergiker ein weiterer Höhepunkt der Pollensaison. |
gue
Da ich offensichtlich Aufgrund meiner vielfältigen naturwissenschaftlichen Neigungen und meinem häufigen Radfahren die Veränderungen in Flur und Fauna immer im Fokus habe ist mir
der Beginn der Instandsetzung des Werse-Radwegs zur Monatsmitte nicht entgangen. Ich greife nicht immer zur Tastatur, um bei Beschädigungen des naturnahen Raumes den Verursachern
die gelbe oder rote Karte entgegenzuhalten. Jedoch war für mich bei dieser Baumaßnahe klar: Einen Bericht an den heimischen Zeitungsverlag und meinen Hinweis über das
Online-Meldeformular der "ahlen.de" für wilde Müllkippen. Was hatte ich dort feststellen müssen: Der Anteil der entfernten Oberschicht aus Dolomitsand und einem Anteil
von vielleicht 15 % Grasnarbe und Boden wurden rechts und links des Werseweg in die Werseaue und angrenzenden Büschen entsorgt. Für mich war dieses Handeln eine Art
billige Schuttentsorgung und zudem ein ganz schlechtes Vorbild für die Öffentlichkeit wie man mit Müll umgeht. Für mich war dies Bauschutt! Nun, der Bericht dazu ist
am Donnerstag in den "Westfälischen Nachtrichten" abgedruckt worden. In meinem Umfeld erhielt ich über meine Funktion als handelnder "Wächter" unterstützende Reaktionen.
Die Antwort auf meine Einwände über das Online-Formular war ernüchternd. Nach Meinung des dort zuständigen Bauleiters der Stadt Ahlen Herrn Baigar sei "�das Material
Fachgerecht nach Bodenschutzverordnung seitlich zu lagern. � Es handelt sich hierbei um Grasnarben sowie Boden und kein "Bauschutt" wie von Ihnen vermutet. �"
Diese falsche Auffassung der Sachlage von Herrn Baigar hatte mich einen Tag später veranlasst die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Warendorf wegen dieser Angelegenheit zu
kontaktieren. Mit der Beschreibung des Falls und der Örtlichkeit bekam ich zwei Tage später, am 19.03.2024, die Antwort der Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, Frau
Puppe: "Guten Tag Herr Voßwinkel, ich habe die Gemeinde darauf hingewiesen, dass der Dolomitsand zukünftig entsprechend zu entsorgen ist. �" Diese Antwort zeigt doch,
dass die Angelegenheit nicht so ordnungsgemäß erledigt wird wie von Herrn Baigar von der Stadt Ahlen glauben machen wollte. Grobe Ordnungswidrigkeiten wie die illegale
Entsorgung von Bauschutt können hohe Geldbußen nach sich ziehen. Ein Sonderbericht der Europäischen Union gibt hier die Richtlinie des Verursacherprinzips heraus: Der
Verursacher von Umweltschäden hat die entsprechenden Kosten zu tragen einschließlich der Kosten für Maßnahmen zur Beseitigung der verursachten Schäden. Ich meinerseits
werde mir jedenfalls bei der nächsten, nicht fachgerecht stattfindenden Instandsetzung dieses und ähnlicher Radwege entsprechende weitere Schritte vorbehalten.
- ©klimakroete.de � Günter Voßwinkel - 23.03.2024
gue