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klimakroete.de seit 1996 präsentiert von Günter Voßwinkel
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Und hier nun der Wetterrückblick für April 2026 in Ahlen/Westf... Beobachtungen, besondere Ereignisse und steuernde Großwetterlagen bieten Hintergrundwissen:
gue Der Wetterverlauf mit teils größeren Amplituden bei den Temperaturen waren verknüpft mit dicht nördlich und östlich unserer Region durchziehenden Höhentiefs
mit ihren mitgeführten polaren Luftmassen. Am 19. konnte das über der Nordsee liegende Höhentief von einem über Westrussland liegenden Höhentrog eingefangen werden und legte
sich mit seiner Kaltluft als Höhentrog über Deutschland. Am Boden wirkte das Tief "Waltraud" über Ostdeutschland und Polen mit Regenfällen und ziemlich kühler Luftmasse.
Mit 8,3 l/m² Regen am 19. schaffte die Temperatur am 20. nur noch einen Sprung auf 13,4 Grad Celsius.
Am 10. und 14. ereigneten sich von Nordwesteuropa her zwei Trogvorstöße nach Dänemark. Der erste Trog schickte uns die Kaltfront eines Islandtiefs über unser Land. Mit Regen und
Windböen kam die Temperatur im Kleingarten nicht über 15,4 Grad C hinaus.
Der nächste zyklonale Übergriff am 12. war einem Trogresiduum geschuldet. Am Boden lag eine Luftmassengrenze über Deutschland mit den Tiefs "Tamina" bei den Hebriden sowie
Randtiefs über Südfrankreich und Spanien. Regenfälle vom 11. auf den 12. ergaben 4,3 l/m² Regen im Kleingarten. Konnte die Temperatur am 11. noch bis 21,6 Grad C steigen
blieb das Maximum einen Tag später innerhalb der kühleren Luftmasse bei 15,9 Grad C hängen.
Abseits dieser zyklonalen Störfeuer mit insgesamt überschaubaren Regenspenden hatten Blockierungslagen einen nicht unwesentlichen Einfluss auf das Muster der Großwetterlagen.
So wölbte sich am 6. von Nordafrika ein breiter Rücken zunehmend nordwärts in die Nordsee und das südliche Nordmeer auf, der langsam in seinem Nordteil nach Südosten kippte
und an seiner Nordabdachung am 10. ein eigenständiges Höhenhoch über dem Nordcap ausbilden konnte. Weiter unten wurde Hoch "Quirin" über Frankreich gestützt, das seinen
Schwerpunkt ebenfalls zum Nordcap verlagerte und einen kräftigen Keil über Deutschland legte. Folge war ein Rückgang der Bewölkung und tagsüber strahlungsbedingte Erwärmung
auf rund 19 Grad C. Die Nächte waren jedoch frisch. Am 7. rutsche die Lufttemperatur in zwei Meter Höhe auf 0,1 Grad C im Kleingarten runter.
Noch kälter war es jedoch am Morgen des 1. April mit -1,3 Grad C in der Hütte. Am Boden konnte ich im Außenbezirk am Homannsweg sogar ein Minimum von -5,8 Grad C festhalten.
Im Kleingarten zeigte das Boden-Minimum-thermometer -1,1 Grad C
Das Zwischenhoch "Stefan" lies am 15. unter klarem Nachthimmel über dem Münsterland die Temperatur in Bodennähe in den leichten Frostbereich um -1 Grad C sinken. Tagsüber hatte
sich die Luftmasse im Kleingarten bis 20,6 Grad C erwärmen können.
Eine noch kältere und trockenere Luftmasse bescherte uns Hoch "Uli" bei Island ab dem 22. April. Ein kräftiger Hochkeil hatte sich von diesem Hoch auch über Deutschland
gelegt. In 500 hPa entstand ein bogenförmiger Rücken, der über dem zentralen Nordafrika seinen Schwerpunkt hatte und über Island in verjüngter Form westwärts reichte.
Bei geringen Luftdruckgegensätzen sank die Lufttemperatur am 23. auf 0,2 Grad C. In Bodennähe ging es auf -0,6 Grad C im Kleingarten runter. Im Außenbezirk Ahlens
konnte ich sogar ein Minimum unter dem Strahlungsschutz von -6,3 Grad C festhalten. Raureif überzog vor Sonnenaufgang in einem Hauch die mit Gras bewachsene Fläche.
Tagsüber erreichte die Lufttemperatur 18 bis knapp 20 Grad C im Kleingarten.
Vom 25. auf den 26. erfolgte über Skandianvien der nächste Kaltluftvorstoß innerhalb eines Randtroges der südostwärts ins Baltikum seine Hauptstoßrichtung vollzog.
Somit kam es bei uns nur zu einem "Streifschuss" der kühleren Luftmasse. Mit einer kaum aktiven Kaltfront machte sich aber erneut trockene Polarluft mit einer leichten
Abkühlung auf rund 17 Grad C bemerkbar. Somit war am 27. erneut Bodenfrost in der Region zwischen -2 bis -3 Grad C aufgetreten. An externer Stelle konnte ich ein Minimum
außerhalb der Stadt von -5,4 Grad C feststellen. Unterdessen hatte Hoch "Uli" das Zepter an "Volker" übergeben, der sich über der Nordsee ansiedelte. Gleichzeitig schickte
sich in 500 hPa ein neuer Rücken an über dem nördlichen England ein neues Schwergewicht namens "Winfried" ins Leben zu rufen. Diese Blockierung festigte sich zum Monatsende
in Form eines Omega-Höhenhochs über Mitteleuropa. So sorgte der friedliche Freund "Winfried" für anhaltend sonniges und trockenes Wetter mit milden Tagestemperaturen um
18 Grad C und kühlen, einstelligen Tiefstwerten bei der Lufttemperatur. Am 29. registrierte ich nochmals leichten Bodenfrost von -2,4 Grad C im Außenbezirk. Im Kleingarten
ging der Wert in Bodennähe auf 3,9 Grad C runter.
Im Kleingarten betrug die Monatsmitteltemperatur 10,3 Grad C und lag damit ziemlich deckungsgleich zur Referenzreiche 1995-2025. Dagegen ergab sich zur Reihe 1961-90 ein Plus
von 1,7 Grad Kelvin. Das mittlere Maximum betrug 17,6 Grad C und das mittlere Minimum betrug 4,1 Grad C. In Bodennähe betrug der Monatsmittelwert 3,1 Grad C. Der wärmste Tag
war mit 22,7 Grad C der 17. April. Die Bodentemperaturen in 10 und 20 Zentimetern Tiefe machten ab dem Monatsanfang langsam einen Sprung aufwärts. Von Anfangswerten
zwischen 8 und 9,5 Grad C ging es zum Monatsende auf 13 bis knapp 16 Grad C hinauf. Das mittlere Maximum betrug in 10 cm Tiefe 13,4 Grad C und in 20 cm Tiefe 11,9 Grad C.
Bei der Regenmenge gab es im Kleingarten ein deutliches Defizit, weil nur 44 Prozent der Durchschnittsmenge mit insgesamt 18 l/m² Regen gefallen waren. Das bestätigt den Trend
der zunehmend trockenen Frühlingsmonate. Der mittlere Luftdruck reduziert auf Meereshöhe betrug im Kleingarten 1020,4 Hekto-Paskal und lag um 5,3 hPa über dem langjährigen
Durchschnitt. Der Durschnitt bei der relativen Luftfeuchtigkeit von 68 Prozent lag rund 3,4 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.
Phänologie
Im Vergleich zum Vorjahr 2025, bei dem die Monatsmitteltemperatur im Kleingarten um durchschnittlich 1,3 Grad Kelvin höher lag als in diesem April, ging die Birne am 5.
in Vollblüte während 2025 dieses Stadium erst am 10. Apirl erreicht würde. Dagegen ging in beiden Vergleichsjahren der Boskop Apfel am 14. in das Vollblütenstadium.
Die Rückkehr des Kuckucks konnte ich am 19. April festhalten. 2025 kehrte der Kuckuck um den 26. zurück. Die Heimkehr dieses Zugvogels findet nun rund 10 Tage früher statt.
Im Übrigen ging zum Schluss das Maiglöckchen mit seine weißen Glöckchen im Kleingarten in Blüte. |
gue
Da ich offensichtlich Aufgrund meiner vielfältigen naturwissenschaftlichen Neigungen und meinem häufigen Radfahren die Veränderungen in Flur und Fauna immer im Fokus habe ist mir
der Beginn der Instandsetzung des Werse-Radwegs zur Monatsmitte nicht entgangen. Ich greife nicht immer zur Tastatur, um bei Beschädigungen des naturnahen Raumes den Verursachern
die gelbe oder rote Karte entgegenzuhalten. Jedoch war für mich bei dieser Baumaßnahe klar: Einen Bericht an den heimischen Zeitungsverlag und meinen Hinweis über das
Online-Meldeformular der "ahlen.de" für wilde Müllkippen. Was hatte ich dort feststellen müssen: Der Anteil der entfernten Oberschicht aus Dolomitsand und einem Anteil
von vielleicht 15 % Grasnarbe und Boden wurden rechts und links des Werseweg in die Werseaue und angrenzenden Büschen entsorgt. Für mich war dieses Handeln eine Art
billige Schuttentsorgung und zudem ein ganz schlechtes Vorbild für die Öffentlichkeit wie man mit Müll umgeht. Für mich war dies Bauschutt! Nun, der Bericht dazu ist
am Donnerstag in den "Westfälischen Nachtrichten" abgedruckt worden. In meinem Umfeld erhielt ich über meine Funktion als handelnder "Wächter" unterstützende Reaktionen.
Die Antwort auf meine Einwände über das Online-Formular war ernüchternd. Nach Meinung des dort zuständigen Bauleiters der Stadt Ahlen Herrn Baigar sei "�das Material
Fachgerecht nach Bodenschutzverordnung seitlich zu lagern. � Es handelt sich hierbei um Grasnarben sowie Boden und kein "Bauschutt" wie von Ihnen vermutet. �"
Diese falsche Auffassung der Sachlage von Herrn Baigar hatte mich einen Tag später veranlasst die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Warendorf wegen dieser Angelegenheit zu
kontaktieren. Mit der Beschreibung des Falls und der Örtlichkeit bekam ich zwei Tage später, am 19.03.2024, die Antwort der Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, Frau
Puppe: "Guten Tag Herr Voßwinkel, ich habe die Gemeinde darauf hingewiesen, dass der Dolomitsand zukünftig entsprechend zu entsorgen ist. �" Diese Antwort zeigt doch,
dass die Angelegenheit nicht so ordnungsgemäß erledigt wird wie von Herrn Baigar von der Stadt Ahlen glauben machen wollte. Grobe Ordnungswidrigkeiten wie die illegale
Entsorgung von Bauschutt können hohe Geldbußen nach sich ziehen. Ein Sonderbericht der Europäischen Union gibt hier die Richtlinie des Verursacherprinzips heraus: Der
Verursacher von Umweltschäden hat die entsprechenden Kosten zu tragen einschließlich der Kosten für Maßnahmen zur Beseitigung der verursachten Schäden. Ich meinerseits
werde mir jedenfalls bei der nächsten, nicht fachgerecht stattfindenden Instandsetzung dieses und ähnlicher Radwege entsprechende weitere Schritte vorbehalten.
- ©klimakroete.de � Günter Voßwinkel - 23.03.2024
gue