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klimakroete.de seit 1996 präsentiert von Günter Voßwinkel
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09.08.2026
12° / 33°UV-Index 7 Pollen: Gräser; Ampfer; Wegerich; Beifuß
10.08.2026
17° / 29°UV-Index 5 Pollen: Gräser; Ampfer; Wegerich; Beifuß |
Und hier nun der Wetterrückblick für Juli 2026 in Ahlen/Westf... Beobachtungen, besondere Ereignisse und steuernde Großwetterlagen bieten Hintergrundwissen:
gue Die Zirkulation in 500 hPa blieb im Juli weiterhin gestört. Allerdings konzentrierte sich bis zum Ende der erste Juliwoche der Schwerpunkt des hohen Potentials
mit dem entsprechend kräftigen Höhenrücken auf die Iberische Halbinsel, West- und Mittelfrankreich und auf Nordwestafrika sowie das westlichste Mittelmeer, wo die erbarmungslose
Hitze zwischen 35 und über 40 Grad C gefestigt war. An der Nordwestflanke des Rückens etablierte sich ein mit Höhenkaltluft gefülltes Höhentief mit dem zugehörigen Trog vom
Seegebiet von Island nach Südosten aus und überdeckte Skandinavien und Teile des Schwarzen Meeres und Westrussland. An der Südwestflanke des Troges befand sich das Münsterland
überwiegend innerhalb einer nordwestlichen Strömung. Am Boden war die Druckverteilung mit den Hochs "Jochen" und "Klaus" westlich von Bretagne und der Biskaya ähnlich gestaltet.
Die Frontalzone konnte zeitweise mit etwas Regen und der kühleren Luftmasse den Sektor beeinflussen. Mit dem erwärmten Nordseewasser, das bis zu 19 Grad C im Angebot hatte und
dem Biskayameer mit 24 bis 25 Grad C war es tagsüber bei uns trotzdem warm. Die Höchstwerte pendelten zwischen 24 und 28 Grad C.
Mit dem Aufbäumen des Höhenrückens am 7./8. nach Frankreich und England konnte das Bodenhoch "Jochen" über der Bretagne einen Hochkeil über Deutschland hinaus bis in den Balkan
ausbreiten. Nach dem Durchgang einer von der Nordsee kommenden schwachen Kaltfront mit mageren 0,2 l/m² Regen ging in kühlerer Luftmasse die Lufttemperatur mal unter 22 Grad C
zurück. Doch dann folgte mit dem neuen Hoch "Klaus" von England her die nächste durchgehend sehr warme bis heiße Witterung. Am 12. war es der Spitzenwert von 32,2 Grad C im
Kleingarten. Die folgenden Nächte waren mit Minima von 14 bis 17 Grad C begrenzt zum Durchlüften geeignet.
Erst mit dem Abbau des Hochs über der Nordsee am 17. durch eine von Frankreich kommende Konvergenz, an der sich über Norddeutschland das Randtief "Cherry" bildete, war eine bis
zum 24. haltbare angenehmere Witterung verbunden. Es herrschten Höchstwerte von 22 bis 25 Grad C. Mit knapp über 10 Grad C am 23./24. morgens konnte nachhaltig gelüftet werden.
In 500 hPa vereinigte sich dabei ein Höhentief über Mitteleuropa mit einem polaren Höhentief. Hieraus resultierte am 18. ein Randtrog über Skandianvien, der nachfolgend ein
eigenständiges Höhentief über Dänemark ins Baltikum schickte. In der sich einstellenden Nordwestströmung war es mit Tiefausläufern bewölkt. Diese lieferten zunächst nur
geringe Regenmengen von 1.3 l/m² am 22. Juli. Erst mit der Etablierung eines weiteren Höhentiefs über dem Nordmeer rückte die Frontalzone der Bodentiefs "Eveline" und "Flora"
vom Nordmeer und England näher an das Münsterland heran. So konnte ich im Kleingarten am 26. und 27. akkumuliert 8,3 l/m² Regen festhalten. Mit diesen Niederschlägen war
zudem die kühlere Phase abgeschlossen.
Mit dem Durchgang eines weiteren flachen Höhenrückens von Südwesteuropa nach Osten endeten die letzten Julitage mit neuen extremen Hitzegraden. Der Ableger des Azorenhochs
wanderte recht zügig über Deutschland hinweg und war ab dem 29. über dem Balkan verankert. Trotz starker Bewölkung machte die Temperatur am 30. einen Sprung auf extreme
Hitze mit 37,7 Grad C im Kleingarten. Die in einem Bodentrog eingelagerte Konvergenz über Frankreich lies den Wind aus Süd- bis Südwestwind zudem zeitweise stark auffrischen
mit Böen bis 40 km/h am frühen Nachmittag. Die Wetterstation des Wetterdienstes DTN meldete an der Alten Beckumer sogar ein Maximum von 39,5 Grad C! Mit dem Durchgang des
Bodentrog am Nachmittag kam es ab und an zu geringem Sprühregen. Markant war jedoch die Abkühlung die gegen 14:30 Uhr ein Abfallen der Temperatur einleitete. Ab 15:30 Uhr
wurde die 30 Grad-Marke unterschritten. Mit schwachen Regenschauern gegen 20 Uhr und nur 0,5 l/m² Regen hatte es sich auf 23 Grad C abgekühlt. Der letzte Tag des Monats
lieferte uns bei wechselnder Bewölkung nochmals einen heißen Tag. Nach einem Frühwert von 14,9 Grad konnte ich am Nachmittag eine Höchsttemperatur in zwei Meter Höhe
von 30,6 Grad C festhalten - der 10. heiße Tag in diesem Juli.
Die Monatsmitteltemperatur erreichte im Kleingarten 20,0 Grad C. Dieser Monat war nach der Klimareihe 1961-90 um 2,3 Grad Kelvin zu warm. Nach der jüngeren, wärmeren Reihe 1995-2025 betrug die Abweichung 0,6 Grad K. Außerdem war es in Ahlen der trockenste Monat seit Beginn meiner Aufzeichnungen im Jahr 1995! Mit nur 17,0 l/m² im Kleingarten war dies nach den Jahren 2013 mit 24 l/m², 30,1 l/m² im Jahr 2018 und sowie 31,2 l/m² im Jahr 2025 ein neuer Minimumrekord.
Mit der von Januar bis zum Juli akkumulierten Regenmenge von 335,6 l/m² ist das Jahr 2026 zurzeit ähnlich trocken wie die vergangenen Jahre 2020 und 2021. Der bisherige Minimumrekord kam im Jahr 2017 zustande, als bis Ende Juli 231,2 l/m² Regen gefallen waren.
Bei der Höchsttemperatur von 37,7 Grad C am 30. Juli wurde der alte Rekord vom Juli 2019 mit 40,0 Grad C im Kleingarten nicht erreicht. Bei der Anzahl der Sommertage (?25°) konnte ich 22 Tage registrieren. Das Rekordjahr 2018 hatte es auf 29 solcher Tage gebracht. Die Anzahl heißer Tage (? 30°) betrug 10 Tage. Hier bot das Jahr 2018 15 solcher Tage. Bei dem sogenannten Wüstentag (?35°) gab es in diesem Juli 2 Tage - im Jahr 2018 dagegen 5 Tage.
Phänologie: Die im Juni und Juli wirksamen Hitzephasen mit den sogenannten Wüstentagen in Kombination mit der Trockenheit haben die Schäden in der Natur teilweise verwischt. Will
heißen, die Strahlungsschäden auf dem Laub mit Verbrennungen und Austrocknung sind nicht immer eindeutig von den Schäden durch fehlendes Wasser einzugrenzen. Fakt ist, dass auf
schwierigen Böden, hier das Gelände der Zeche Westfalen mit extremer Verdichtung, sogar eine robuste und tief wurzelnde Brombeere an mehreren Stellen vertrocknet war. Ähnliches
galt zum Monatsende auf diesem Gelände teilweise für den Weißdorn. Auch der Mais zeigte auf verschiedenen Standorten Merkmale von Trockenstress, so dass mit hoher Wahrscheinlichkeit
Ausfälle unvermeidlich scheinen.
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gue
Da ich offensichtlich Aufgrund meiner vielfältigen naturwissenschaftlichen Neigungen und meinem häufigen Radfahren die Veränderungen in Flur und Fauna immer im Fokus habe ist mir
der Beginn der Instandsetzung des Werse-Radwegs zur Monatsmitte nicht entgangen. Ich greife nicht immer zur Tastatur, um bei Beschädigungen des naturnahen Raumes den Verursachern
die gelbe oder rote Karte entgegenzuhalten. Jedoch war für mich bei dieser Baumaßnahe klar: Einen Bericht an den heimischen Zeitungsverlag und meinen Hinweis über das
Online-Meldeformular der "ahlen.de" für wilde Müllkippen. Was hatte ich dort feststellen müssen: Der Anteil der entfernten Oberschicht aus Dolomitsand und einem Anteil
von vielleicht 15 % Grasnarbe und Boden wurden rechts und links des Werseweg in die Werseaue und angrenzenden Büschen entsorgt. Für mich war dieses Handeln eine Art
billige Schuttentsorgung und zudem ein ganz schlechtes Vorbild für die Öffentlichkeit wie man mit Müll umgeht. Für mich war dies Bauschutt! Nun, der Bericht dazu ist
am Donnerstag in den "Westfälischen Nachtrichten" abgedruckt worden. In meinem Umfeld erhielt ich über meine Funktion als handelnder "Wächter" unterstützende Reaktionen.
Die Antwort auf meine Einwände über das Online-Formular war ernüchternd. Nach Meinung des dort zuständigen Bauleiters der Stadt Ahlen Herrn Baigar sei "�das Material
Fachgerecht nach Bodenschutzverordnung seitlich zu lagern. � Es handelt sich hierbei um Grasnarben sowie Boden und kein "Bauschutt" wie von Ihnen vermutet. �"
Diese falsche Auffassung der Sachlage von Herrn Baigar hatte mich einen Tag später veranlasst die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Warendorf wegen dieser Angelegenheit zu
kontaktieren. Mit der Beschreibung des Falls und der Örtlichkeit bekam ich zwei Tage später, am 19.03.2024, die Antwort der Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, Frau
Puppe: "Guten Tag Herr Voßwinkel, ich habe die Gemeinde darauf hingewiesen, dass der Dolomitsand zukünftig entsprechend zu entsorgen ist. �" Diese Antwort zeigt doch,
dass die Angelegenheit nicht so ordnungsgemäß erledigt wird wie von Herrn Baigar von der Stadt Ahlen glauben machen wollte. Grobe Ordnungswidrigkeiten wie die illegale
Entsorgung von Bauschutt können hohe Geldbußen nach sich ziehen. Ein Sonderbericht der Europäischen Union gibt hier die Richtlinie des Verursacherprinzips heraus: Der
Verursacher von Umweltschäden hat die entsprechenden Kosten zu tragen einschließlich der Kosten für Maßnahmen zur Beseitigung der verursachten Schäden. Ich meinerseits
werde mir jedenfalls bei der nächsten, nicht fachgerecht stattfindenden Instandsetzung dieses und ähnlicher Radwege entsprechende weitere Schritte vorbehalten.
- ©klimakroete.de � Günter Voßwinkel - 23.03.2024
gue