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klimakroete.de seit 1996 präsentiert von Günter Voßwinkel
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05.07.2026
16° / 22°UV-Index 3 Pollen: Gräser; Ampfer; Wegerich; Beifuß
06.07.2026
15° / 25°UV-Index 4 Pollen: Gräser; Ampfer; Wegerich; Beifuß |
Und hier nun der Wetterrückblick für Mai 2026 in Ahlen/Westf... Beobachtungen, besondere Ereignisse und steuernde Großwetterlagen bieten Hintergrundwissen:
gue Wer direkt in das Thema Witterung im Juni 2026 in Ahlen einsteigen will, sollte die folgenden Zeilen, die nun folgen überspringen.
Ich möchte im ersten Abschnitt einen kurzen Exkurs auf die Klimaentwicklung innerhalb der klimatischen Zeiträume 1961-90 und 1995-2025 werfen. Die in den Medien geschilderten bedeutsamen Klimaänderungen in Deutschland zeigen sich ebenso massiv beim Klima Mitteleuropas wie in unserer Wersestadt. Bezogen auf die Monate Juni bis August hier die 30-jährigen Mittelwerte für die Referenzreihe 1961-90 für Ahlen: 15,7°; 17,1° u. 16,8°. Für die jüngste Klimareihe 1995-2025 leiten sich zurzeit folgende Monatsmittelwerte für Ahlen ab: 17,8°; 18,9° u. 18,6.° Hier hat also in den jüngsten 31 Jahren eine Erwärmung im Durchschnitt zwischen 1,8 und 2,1 Grad Kelvin stattgefunden. Außerdem haben sich die Temperaturunterschiede zwischen Juli und Juni verringert, so dass der Juli der mittleren Augusttemperatur immer ähnlicher wird. Für eine Vorstellung darüber, wie sich dieser Umstand auf die Klimaverschiebung für Ahlen auswirkt, habe ich einen vergleichbaren Ort west- bis südwestlich von Ahlen mit ähnlichem Temperaturniveau gesucht. Diese Region sollte in der Klimareihe 1961-90 ein ähnliches Niveau darstellen, wie es unser aktuelles 31-jähriges Klimamittel für die Monate Juni, Juli und August wie oben aufgeführt ausweist.
Nun, das Ergebnis ist verblüffend: Tours: 16,5°, 18,9° und 18,6°. Poitiers-Bigard: 16,6°, 19,1° u. 18,6°. Angers-Beaucouzé: 16,9°, 19,0° u. 18,7°.
Diese drei französischen Städte liegen in der Nähe zum weltberühmten Tal der Loire. Geographisch hat sich unsere Stadt also innerhalb der jüngsten 31 Jahre zwischen 800 und 900 Kilometer klimatisch weiter nach Westen verlagert. Natürlich wirken sich noch andere Einflüsse wie die Nähe zum Atlantik aus, was hier nicht näher beleuchtet werden soll. Wird sich unser zukünftiges Klima um weitere 25 Kilometer pro Jahr in den subtropischen Bereich verlagern oder sogar noch rasanter?!
Die zurückliegende Wetterentwicklung im Juni 2026 hat den Monat in zwei komplett unterschiedliche Hälften geteilt: Von zunächst warmen Temperaturen um 22 Grad C unter dem Deckmantel des abdankenden Hochs "Cornelius" über Süddeutschland ging es unter dem Einfluss eines ersten Höhentroges von Frankreich und England her mit ersten Regenfällen deutlich zur Sache. Der 2. Juni lieferte bereits 8,5 l/m² im Kleingarten. Ab dem 8. sorgte dann ein mächtiges Dipol-Höhentief bei Island und dessen zugehöriges Frontensystem für eine spürbare Abkühlung auf nur noch 17,5 Grad C und ein Sinken der Tagesmitteltemperatur unter die langjährige Durchschnittstemperatur. Bis zum 15. hielt die kühle Witterung, bei der die Strömung zeitweise auf Nordwest drehte, durch. Bis dahin gab es durchgängig tägliche Niederschläge, die wiederholt zwischen 5 und fast 7 l/m² Regen lieferte. Wenn der Morgen mal lockere Bewölkung bot, ging es auch mal unter die 9 Grad-Marke runter.
In der zweiten Monatshälfte wurde das Strömungsverhältniss komplett gedreht. Ein positiv geneigter Trog auf dem Nordostatlantik lieferte die Energie für einen kräftigen Höhenrücken,
der seine Amplitude von Nordwestafrika am 17. nach Mitteleuropa ausdehnte. Am 20. hatte die T500 Isohypse von 984 gpdam die südliche Ostsee erreicht. Ein locker bis leicht bewölkter
Himmel mit Stratocumulus-, Cumulus- und Altocumulus-Bewölkung und viel Sonnenschein trieb die Temperatur auf hochsommerliche 27 Grad C. Zwischen dem 19. und 21. versuchten
nochmals Tiefausläufer mit ihren Regenwolken die Hitze von fast 35 Grad C zu vertreiben, erfolglos.
Denn ein Höhentrog nördlich der Azoren koppelte sich vor Portugal als Höhentief ab und konnte mit der Warmluftadvektion an dessen Ostflanke dem Restrücken über Spanien neues
Leben einhauchen. Faktisch baute sich über Frankeich mit einem neuen kräftigen Höhenrücken ein sogenannter Heat Dome mit nur noch -10 Grad C in T500 auf. Auf dem T850 Niveau
waren es oft 21 bis 25 Grad C! Neue Allzeit-Junirekorde über Frankreich mit einer siebentägigen Hitze zwischen 35 und 44,6 Grad C in der Spitze ließ Frankreich leiden! Und
diese Hitze, etwas abgespeckt erreichte Ahlen ab 26. und am 27. mit jeweils 38,1 und 39,1 Grad C im Kleingarten. Dieses waren ebenfalls Allzeit-Junirekorde für unseren Sektor!
Die alte Reihe von Münster, 1891-1991 bot im Jahr 1947 maximal 35,5 Grad C. Die neuere Station Münster-Osnabrück bot ab 1982 ein Maximum am 18. Juni 2002 von 36,0 Grad C.
Genauso warm war es an meiner Station damals am Klärwerk in Ahlen. Die Station Münster-Osnabrück meldete am 26./27. Juni 2026 einheitlich ein Maximum 37,0 Grad.
Lüdinghausen-Brochtrup meldete am 26. genau 38,0 Grad C. Erst am 29. ging es mit dem Durchzug eines Randtroges in die Nordsee mit langsamer Abkühlung knapp unter
die 30 Grad-Marke runter. Mit kurzen Regenschauern am 30. und 2,0 l/m² Regen im Kleingarten wurde diese historische Hitzewelle beendet.
Der Juni bot im Kleingarten eine Monatsmitteltemperatur von 20,0 Grad C und eine Abweichung zum kühleren Referenzwerte 1961-90 von 3,7 Grad Kelvin! Die mittlere
Höchsttemperatur betrug 27,0 Grad C und das mittlere Minimum betrug 15,0 Grad C. Bei der akkumulierten Regenmenge waren es im Kleingarten 56 l/m² oder 88 % des
langjährigen Durchschnitt 1995-2025.
Mit der Hitze konnte zum Ende des Monats in Ahlen die erste Wintergerste reif vom Acker gedroschen werden. Ab dem 6. waren im Kleingarten die ersten Himbeeren für die Ernte
reif. Um den 12. gingen die Linden mit ihren zahlreichen Blüten in Vollblüte. Zum Monatsende sorgte das Ende dieser Blüte für das bekannte Hummelsterben.
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gue
Da ich offensichtlich Aufgrund meiner vielfältigen naturwissenschaftlichen Neigungen und meinem häufigen Radfahren die Veränderungen in Flur und Fauna immer im Fokus habe ist mir
der Beginn der Instandsetzung des Werse-Radwegs zur Monatsmitte nicht entgangen. Ich greife nicht immer zur Tastatur, um bei Beschädigungen des naturnahen Raumes den Verursachern
die gelbe oder rote Karte entgegenzuhalten. Jedoch war für mich bei dieser Baumaßnahe klar: Einen Bericht an den heimischen Zeitungsverlag und meinen Hinweis über das
Online-Meldeformular der "ahlen.de" für wilde Müllkippen. Was hatte ich dort feststellen müssen: Der Anteil der entfernten Oberschicht aus Dolomitsand und einem Anteil
von vielleicht 15 % Grasnarbe und Boden wurden rechts und links des Werseweg in die Werseaue und angrenzenden Büschen entsorgt. Für mich war dieses Handeln eine Art
billige Schuttentsorgung und zudem ein ganz schlechtes Vorbild für die Öffentlichkeit wie man mit Müll umgeht. Für mich war dies Bauschutt! Nun, der Bericht dazu ist
am Donnerstag in den "Westfälischen Nachtrichten" abgedruckt worden. In meinem Umfeld erhielt ich über meine Funktion als handelnder "Wächter" unterstützende Reaktionen.
Die Antwort auf meine Einwände über das Online-Formular war ernüchternd. Nach Meinung des dort zuständigen Bauleiters der Stadt Ahlen Herrn Baigar sei "�das Material
Fachgerecht nach Bodenschutzverordnung seitlich zu lagern. � Es handelt sich hierbei um Grasnarben sowie Boden und kein "Bauschutt" wie von Ihnen vermutet. �"
Diese falsche Auffassung der Sachlage von Herrn Baigar hatte mich einen Tag später veranlasst die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Warendorf wegen dieser Angelegenheit zu
kontaktieren. Mit der Beschreibung des Falls und der Örtlichkeit bekam ich zwei Tage später, am 19.03.2024, die Antwort der Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, Frau
Puppe: "Guten Tag Herr Voßwinkel, ich habe die Gemeinde darauf hingewiesen, dass der Dolomitsand zukünftig entsprechend zu entsorgen ist. �" Diese Antwort zeigt doch,
dass die Angelegenheit nicht so ordnungsgemäß erledigt wird wie von Herrn Baigar von der Stadt Ahlen glauben machen wollte. Grobe Ordnungswidrigkeiten wie die illegale
Entsorgung von Bauschutt können hohe Geldbußen nach sich ziehen. Ein Sonderbericht der Europäischen Union gibt hier die Richtlinie des Verursacherprinzips heraus: Der
Verursacher von Umweltschäden hat die entsprechenden Kosten zu tragen einschließlich der Kosten für Maßnahmen zur Beseitigung der verursachten Schäden. Ich meinerseits
werde mir jedenfalls bei der nächsten, nicht fachgerecht stattfindenden Instandsetzung dieses und ähnlicher Radwege entsprechende weitere Schritte vorbehalten.
- ©klimakroete.de � Günter Voßwinkel - 23.03.2024
gue